Statuten des Pilates Verbands Austria

Der Pilates Verband Austria ist ein Verein mit der ZVR-Zahl 109772734, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Er verbreitet die von Joseph Hubertus Pilates entwickelte Trainingsmethode und dient der Gesundheitspflege von Menschen aller Fitness- und Altersstufen.

Vereinsregisterauszug 15.03.2018 (pdf)

 

§ 1 Name und Sitz

1.1. Der Verein führt den Namen „Pilates Verband Austria“.

1.2. Er hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf Österreich sowie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft und die Schweiz.

1.3. Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

§ 2 Zweck

2.1. Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt die Verbreitung der von Joseph H. Pilates entwickelten Trainingsmethode und „dient in diesem Sinne der Gesundheitspflege für Menschen aller Alters- und Fitnessstufen“. Zu diesem Zweck setzt sich der Verein folgende Aufgaben:

a. Interessenvertretung gegenüber österreichischen Dachorganisationen wie zB. dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, der Wirtschaftskammer Österreich, der Sozialversicherungsanstalt, dem Bundesministerium für Finanzen, der Ärztekammer und darüber hinaus auch die Verfolgung gemeinsamer

Interessen von Pilates TrainerInnen, gesellschaftsrechtlich organisierten Pilates Unternehmen, Vereinen sowie Verbänden innerhalb des unter §1(2) genannten Tätigkeitsbereiches.

b. Reduktion des Mehrwertsteuersatzes wie bei Büchern und Physiotherapeuten.

c. Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

d. Gemeinsame Defnition und Kontrolle von Maßnahmen zur Einhaltung und Sicherung höchstmöglicher Qualität bei der Vermittlung der Pilates Methode durch qualifizierte TrainerInnen und der Ausbildung von Pilates TrainerInnen.

e. Die Zusammenarbeit der Mitglieder die alle für den Verband geltenden Qualitätskriterien einhalten und gemeinsam weiterentwickeln wollen.

f. Entwicklung von Grundlagen und Richtlinien für eine effektive und qualifizierte Pilates TrainerInnen Ausbildung in Österreich (Qualitätssicherung).

g. Erstellung eines Netzwerkes zur Verbreitung von Adressen und Anlaufstellen von TrainerInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen, Vereinen und Verbänden, welche sich mit der Vermittlung der von Joseph H. Pilates entwickelten Trainingsmethode beschäftigen.

h. Planung und Veranstaltung von Workshops und Symposien mit Pilates relevanten Inhalten.

i. Förderung von Forschung in allen Gebieten des Pilates Trainings, sowie die Zusammenarbeit mit Universitäten, Fachhochschulen, Schulen und anderen Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

j. Information der Mitglieder über Fortbildungsveranstaltungen, wissenschaftliche Entwicklungen, Literatur, Veröffentlichungen und Internetrecherche.

2.2. Der Verein fördert das öffentliche Gesundheitswesen, indem er sich dafür einsetzt, dass das Pilates Training in Österreich nur von umfassend ausgebildeten TrainerInnen durchgeführt wird und auch eine entsprechende Fortbildung stattfindet.

2.3. Der Verein unterstützt alle entsprechenden Maßnahmen im Rahmen des Pilates Trainings zur Pfege, Erhaltung und Weiterentwicklung der körperlichen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, unabhängig von ihrer Zugehörigkeit zu einer Rasse, Religion, Weltanschauung oder politischen Partei.

2.4. Der Verein orientiert sich an den in Österreich geltenden Richtlinien und Standards für das Training von Gruppen und Einzelpersonen, sowie den Vorgaben für Unternehmen und Organisationen im Bereich der Trainerausbildung.

2.5. Der Verein strebt eine qualitätsorientierte Zusammenarbeit mit ähnlichen Organisationen an, insbesondere der amerikanischen PMA (Pilates Method Alliance) und dem Deutschen Pilates Verband.

§ 3 Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

3.1. Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

3.2. Als ideelle Mittel dienen

a. Verbreitung der Pilates Methode in allen Lebensbereichen (Beruf, Freizeit und Sport) für alle Fitness- und Altersstufen.

b.Die Abhaltung von Ausbildungslehrgängen, Vorträgen und Symposien.

c. Herausgabe einen Newsletters.

d. Verbreitung eines Verzeichnisses von qualifzierten Pilates Trainern.

3.3. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch

a. Beitrittsgebühren und Mitgliedsbeiträge.

b. Sponsoreinnahmen, Spenden und Subventionen.

c. Erträge aus Veranstaltungen und vereinseigenen Unternehmungen.

d. Einnahmen aus Vermietung von Werbefächen.

e. Fördererbeiträge.

f. Handel mit Trainingsgeräten.

g. Verkauf von Trainingsanleitungen (In Druckform, im Internet oder auf elektronischen Datenträgern).

h. Organisation und Verkauf von Workshops und Kursen.

i. Organisation und Verkauf von Schulungen und Weiterbildungen.

j. Organisation und Verkauf von Schulungen und Kursen in Firmen und Großunternehmen.

k. Abhaltung von Flohmärkten.

l. Kantinenbetrieb.

m.Organisation von Bildungsreisen.

n. Handel mit spezieller Trainingsbekleidung.

o. Trainervermittlung.

3.4. Alle Mittel des Vereins, auch etwaige Gewinne, sind für seine satzungsmäßigen Zwecke gebunden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

3.5. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

3.6. Zur Erfüllung der Aufgaben und Deckung der damit verbundenen Ausgaben des Vereins wird ein Mitgliedsbeitrag erhoben. Der Mitgliedsbeitrag ist am 3. Werktag eines jeden Jahres im Voraus fällig. Über die Höhe des Mitgliedsbeitrags entscheidet die Mitgliederversammlung. Die bei der Vereinsgründung angefallenen Kosten werden nach dem ersten vollen Geschäftsjahr den Gründungsmitgliedern aus dem Vereinsvermögen zurückerstattet, soweit es das Vereinsvermögen zulässt. Bei Eintritt bis zum 30.6. eines Jahres wird der volle Beitrag, bei Eintritt ab dem 1.7. eines Jahres der halbe Beitrag fällig. Bei Ausschluss während des laufenden Jahres bleibt dennoch der gesamte Jahresbeitrag geschuldet. Ehrenmitglieder werden vom Beitrag freigestellt.

§ 4 Arten der Mitgliedschaft

4.1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in Vollmitglieder, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

a. Vollmitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen.

b.Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit vor allem durch Zahlung eines erhöhten Mitgliedsbeitrags fördern.

c. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft

5.1. Mitglieder des Vereins können alle physischen Personen, insbesondere Pilates TrainerInnen werden, die eine (umfassende) Pilates Ausbildung an Ausbildungsinstituten, die sich an den Richtlinien des Verbandes orientieren, mit Zertifikat abgeschlossen haben, sowie juristische Personen.

5.2. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.

5.3. Über die Aufnahme von Vollmitglieder und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

5.4. Bis zur Entstehung des Vereins erfolgt die vorläufige Aufnahme von Vollmitgliedern und außerordentlichen Mitgliedern durch die Vereinsgründer, im Fall eines bereits bestellten Vorstands durch diesen. Diese Mitgliedschaft wird erst mit Entstehung des Vereins wirksam. Wird ein Vorstand erst nach Entstehung des Vereins bestellt, erfolgt auch die (definitive) Aufnahme der Vollmitglieder und außerordentlicher Mitglieder bis dahin durch die Gründer des Vereins.

§ 6 Beendigung der Mitgliedschaft

6.1. Die Mitgliedschaft endet

a. mit dem Tod des Mitgliedes bzw. der Auflösung der juristischen Person oder Gesellschaft

b. durch Austritt. Dieser ist dem Vorstand schriftlich unter Einhaltung einer Frist von 30 Tagen zum Jahresende anzuzeigen.

c. durch Ausschluss.

6.2. Gegen den Beschluss kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen. Diese entscheidet endgültig. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören.

6.3. Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Ansprüche diesem gegenüber.

§ 7 Rechte und Pfichten der Mitglieder

7.1. Jedes Vollmitglied ist verpfichtet, einmal jährlich (mind. 9 Stunden) an einer Pilates- oder Pilates-relevanten Fortbildung (Angebot anerkannter Pilates Schulen oder internationaler Pilates Organisationen) der in § 5 Abs. 1 genannten Institute teilzunehmen und dieses dem Vorstand gegenüber zu dokumentieren.

7.2. In Zweifelsfällen (Qualität / Relevanz der Fortbildungsmaßnahme) entscheidet der Zertifizierungsausschuß.

7.3. Mitglieder mit einer vom Verband anerkannten Ausbildung sind berechtigt, sich auf der Homepage des Verbandes zu präsentieren und mit der Zugehörigkeit zum Verband zu werben. Umfang und Inhalt der Präsentation auf der Homepage des Vereins regelt der Vorstand.

7.4. Mitglieder erhalten auf die vom Verband organisierten oder angekündigten Fortbildungen vergünstigte Konditionen.

7.5. Karenzierte Mitglieder bezahlen für die Dauer ihrer Karenzzeit einen um 50% reduzierten Mitgliedsbeitrag.

7.6. Ist das Mitglied mehr als zwei Monate mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrags in Verzug, wird seine Präsentation auf der Homepage gelöscht.

7.7. Jedes Mitglied erhält den vom Vorstand herausgegebenen Newsletter.

7.8. Soweit der Vorstand mit Ausrüstern oder sonstigenUnternehmen Vergünstigungen vereinbart, stehen diese jedem Mitglied zu.

7.9. Mitglieder, die auch vom Verband anerkannte Schulen zur Ausbildung von TrainerInnen leiten, erhalten im Falle eines positiven Beschluss des Vorstandes auf der Homepage des Verbandes eine erweiterte Darstellungsmöglichkeit.

§ 8 Vereinsorgane

8.1. Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis 13), die Rechnungsprüfer (§ 14) das Schiedsgericht (§ 15), der wissenschaftliche Beirat (§ 16) und der Zertifzierungsausschuss (§ 17).

§ 9 General- / Mitgliederversammlung

9.1. Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet im zweiten Halbjahr jedes Kalenderjahres statt.

9.2. Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

a. Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung

b. schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder,

c. Verlangen der Rechnungsprüfer (§ 21 Abs. 5 erster Satz VereinsG),

d. Beschluss der/eines Rechnungsprüfer/s (§ 21 Abs. 5 zweiter Satz VereinsG, § 11 Abs. 2 dritter Satz dieser Statuten),

e. Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators (§ 11 Abs. 2 letzter Satz dieser Statuten) binnen vier Wochen statt.

9.3. Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekannt gegebene Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse) einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand (Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c), durch die / einen Rechnungsprüfer (Abs. 2 lit. d) oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator ( Abs. 2 lit. e).

9.4. Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.

9.5. Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

9.6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die Vollmitglieder und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

9.7. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

9.8. Die Generalversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlussfähig.

9.9. Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

9.10. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt die/der Präsidentin in deren/dessen Verhinderung ihre/seinen StellvertreterIn (VizepräsidentIn). Wenn auch diese/dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

9.11. Das Protokoll über die Mitgliederversammlung und deren Beschlüsse erstellt der Generalsekretär / die Generalsekretärin. Dieses ist von ihm / ihr und der Präsidentin / dem Präsidenten zu unterzeichnen.

§ 10 Aufgaben der Generalversammlung

10.1. Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

a. Beschlussfassung über den Voranschlag;

b. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsbericht und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;

c. Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer;

d. Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;

e. Entlastung des Vorstands;

f. Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge für Vollmitglieder und für außerordentliche Mitglieder;

g. Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;

h. Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Aufösung des Vereins;

i. Beratung und Beschlussfassung über sonstig auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§ 11 Vorstand

11.1. Der Vorstand besteht aus Präsident/in, Vizepräsident/in, Generalsekretär/in und Stellvertreter/in sowie Kassier/in und Stellvertreter/in sowie Beisitzer/n. Der Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Präsident/in oder Vizepräsident/in vertreten jeweils gemeinsam mit einem anderen Mitglied des gesch.ftsführenden Vorstands.

11.2. Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.

11.3. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpfichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes Vollmitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

11.4. Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt 4 Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.

11.5. Der Vorstand wird von der Präsidentin / dem Präsidenten, bei Verhinderung von ihrer / seinem Stellvertreter/in, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch diese auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

11.6. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte von ihnen anwesend ist.

11.7. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des / der Vorsitzenden den Ausschlag.

11.8. Den Vorsitz führt die Präsidentin / der Präsident, bei Verhinderung ihre / sein Stellvertreter/ in. Ist auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten anwesenden Vorstandsmitglied oder jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.

11.9. Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).

11.10. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.

11.11. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.

§ 12 Aufgaben des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

12.1. Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen / Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis.

12.2. Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses.

12.3. Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen des § 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a – c dieser Statuten.

12.4. Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss.

12.5. Verwaltung des Vereinsvermögens.

12.6. Aufnahme und Ausschluss von Vollmitgliedern und außerordentlichen Vereinsmitgliedern.

12.7. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins oder MitarbeiterInnen auf Werkvertragbasis.

12.8. Jedes vom Vorstand anerkannte Ausbildungsinstitut kann einen Sitz im Vorstand als Besitzer erhalten. Die Entscheidung darüber trifft der Vorstand. Der Sitz des aufgenommen Ausbildungsinstitut kann durch einen Vertretungsberechtigten oder ein schriftlich autorisiertes  Vereinsmitglied wahrgenommen werden. Ausbildungsinstitute mit mehreren Zweigstellen (Untergliederungen / Franchisenehmer o.ä.) gelten als ein Ausbildungsinstitut.

12.9.  Die Aufnahme in den Vorstand erfolgt durch die Präsidentin/den Präsident.

12.10.  Der Vorstand kann Personen einstellen und auch entlassen.

12.11.  Bei vorzeitigem Ausscheiden der Präsidentin/des Präsidenten übernimmt die Vizepräsidentin/der Vizepräsident für den Rest der Amtsdauer den Vorsitz.

§ 13 Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

13.1. Die Präsidentin / der Präsident führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der Generalsekretär / die Generalsekretärin unterstützt die Präsidentin /der Präsident bei der Führung der Vereinsgeschäfte.

13.2. Die Präsidentin / der Präsident vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften der Präsidentin / des Präsidenten und des Generalsekretärs / der Generalsekretärin, in Geldangelegenheiten (Vermögenswerte Dispositionen) der Präsidentin / des Präsidenten und des Kassiers / der Kassierin. Rechtsgeschäfte

zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.

13.3. Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.

13.4. Bei Gefahr im Verzug ist die Präsidentin / der Präsident berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

13.5. Die Präsidentin / der Präsident führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.

13.6. Der Generalsekretär / die Generalsekretärin führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.

13.7. Der / die Kassier/in ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.

13.8. Im Fall der Verhinderung treten an die Stelle der Präsidentin / des Präsidenten, des Generalsekretärs / der Generalsekretärin oder des Kassiers / der Kassierin ihre Stellvertreter/innen.

13.9. Die Mitglieder des Vorstandes üben ihre Ämter ehrenamtlich aus. Sie erhalten Ersatz für ihre Auslagen und ihre Reisekosten. Die Präsidentin / der Präsident ist berechtigt, ihre Arbeitszeit dem Verein in angemessenem Umfang in Rechnung zu stellen. Die Abrechnung erfolgt innerhalb der allgemeinen Rechnungslegung durch den / die Kassier/in.

13.10. Die Präsidentin/der Präsident hält die vom Vorstand gefassten Beschlüsse schriftlich fest.

§ 14 Rechnungsprüfer

14.1. Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung für zwei Jahre gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer müssen nicht Vereinsmitglieder sein.

14.2. Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern alle notwendigen Unterlagen zukommen zu lassen und Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

14.3. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

14.4. Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 8 bis 10 sinngemäß.

14.5. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 15 Schiedsgericht

15.1. Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

15.2.  Das Schiedsgericht setzt sich aus drei Vollmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über

Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes Vollmitglied zum / zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

15.3.  Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

§ 16 Wissenschaftlicher Beirat

16.1. Der Vorstand kann zu seiner fachlichen Beratung einen wissenschaftlichen Beirat berufen. Dieser soll sicherstellen, dass die Tätigkeit des Vereins wissenschaftlich qualifiziert und unabhängig ist. Eine bestimmte Anzahl der Mitglieder im wissenschaftlichen Beirat ist nicht vorgeschrieben.

16.2. Dem wissenschaftlichen Beirat sollen Ärzte oder andere Fachleute angehören, deren Kenntnisse und Fähigkeiten für die Verwirklichung des Vereinszwecks wichtig sind; sie müssen nicht Vereinsmitglieder sein.

16.3. Wenn das Mitglied des wissenschaftlichen Beirates kein Vereinsmitglied ist, kann es an Mitgliederversammlungen teilnehmen, ist aber nicht stimmberechtigt.

16.4. Für die Berufung in den und Abberufung aus dem wissenschaftlichen Beirat genügt die einfache Mehrheit des Vorstandes.

§ 17 Zertifizierungsausschuss

Der Vorstand richtet einen Zertifizierungsausschuss ein. Dieser wird aus Vollmitgliedern des Vereins gebildet und kann den Beirat zu Rate ziehen. Der Zertifizierungsausschuss hat die Aufgabe, Ausbildungs- und Prüfungsrichtlinien für Pilates Ausbildung und Pilates Fortbildung zu entwickeln, ggf. AusbildungskandidatInnen zu beraten. Über Berufung und Abberufung der Mitglieder des Zertifizierungsausschusses entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit.

§ 18 Haftung

18.1. Für Verbindlichkeiten des Vereins haftet der Verein mit seinem Vermögen.

18.2. Organwalter und Vereinsmitglieder haften persönlich nur dann, wenn sich dies aus anderen gesetzlichen Vorschriften oder auf Grund persönliche rechtsgeschäftlicher Verpflichtung ergibt.

18.3. Die Haftung wird im Innenverhältnis zwischen Mitgliedern, Vorstand und sonstigen Organen und dem Verein als solchen, aber auch untereinander auf grobe Fahrlässigkeit beschränkt.

§ 19 Freiwillige Aufösung des Vereins

19.1. Die freiwillige Aufösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

19.2. Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.

Vereinsadresse

Pilates Verband Austria

Severingasse 1/6, 1090 Wien, Österreich

Telefon: +43(0)680/3018703

E-Mail: offce@pilates-verband.at

Web: www.pilates-verband.at

Vereinsregisterauszug

ZVR-Zahl: 109772734

Vorstand

Funktionsperiode 21.11.2014 – 20.11.2018

Vorstandsmitglieder

Präsident –  Norbert Plass (Pilates Studio Graz)

Präsidentin-Stellvertreter –  Anna Schref (Pilates System Europe Wien)

Generalsekretär – Manfred Mühlmann (Synapse Innsbruck)

Generalsekretär Stellvertreterin –  Mag. Maria Felsner-Scheiring (Pilates- & Bewegungszentrum Telfs) 

Kassierin –  Cora Hiebinger (Pilates System Europe Wien)

Kassierin Stellvertreterin  – Margit Seibert (Pilatesteam Langenzersdorf)

Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft kostet für TrainerInnen im Gründungsjahr des Vereins EUR 60,- und in den Folgejahren EUR 80,–. StudentInnen anerkannter Pilates Ausbildungsinstitute bezahlen einen um EUR 20,- reduzierten Mitgliedsbeitrag. Für Ausbildungsinstitute beträgt der Mitgliedsbeitrag EUR 300,– im Jahr. Ausbildungsinstitute die einen Sitz im Beirat erhalten bezahlen EUR 600,- pro Jahr.

Voraussetzungen für die Mitgliedschaft im Pilates Verband Austria

Um Mitglied zu werden benötigt man als Grundqualifkation eine mit Zertifikat abgeschlossene Mattenausbildung. Reformer-, Allegro- oder Chair- Zertifkate reichen nicht für eine Mitgliedschaft aus.

Standards für MattentrainerInnen

Welche Standards gibt es für eine vom Pilates Verband Austria anerkannte Mattenausbildung?

Eine Mattenausbildung sollte  mindestens 150 Stunden umfassen. Diese sollten Seminarstunden, Observierung, eigenes Üben und Unterrichtspraxis beinhalten und mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen werden. Ein Teil der Unterrichtspraxis, mindestens 10 Stunden fnden unter Aufsicht statt, so dass der/die AusbilderIn Rückmeldung geben kann.

Gemäß Statuten behält sich der Vorstand vor, einen Aufnahmeantrag abzulehnen.

Standards für Studioausbildung (Matwork und GerätetrainerInnen)

Welche Standards gibt es für eine vom Pilates Verband Austria anerkannte Studioausbildung?

Eine Studioausbildung sollte  mindestens 500 Stunden umfassen. Diese sollten Seminarstunden, Observierung, eigenes Üben und Unterrichtspraxis beinhalten und mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen werden. Ein Teil der Unterrichtspraxis, mindestens 20 Stunden fnden unter Aufsicht statt, so dass der/die AusbilderIn Rückmeldung geben kann.

Gemäß Statuten behält sich der Vorstand vor, einen Aufnahmeantrag abzulehnen.

Standards für Ausbildungsinstitute

Welche Standards gibt es für Ausbildungsinstitute im Pilates Verband Austria?

(1) Die/der LeiterIn des Instituts muss ein vor mindestens 5 Jahren ausgestelltes Pilates Zertifkat (komplette Studio-Ausbildung) und eine ebensolange Unterrichtspraxis als StudioleiterIn nachweisen.

(2) Das Ausbildungsinstitut bietet die Ausbildung des gesamten Pilates-Repertoires (Matte und alle Geräte) an.

(3) Die Ausbildung zum/zur MattentrainerIn umfasst mindestens 150 Unterrichtsstunden.

(4) Die Studioausbildung umfasst mindestens 500 Unterrichtsstunden.

(5) Diese beinhalten: Seminar/Lesung, Beobachten, eigenes Training, Unterricht und Unterricht unter Aufsicht.

(6) Die Studioausbildung umfaßt jedenfalls: Matte, Reformer, Trapeztisch (Cadillac), Chair, die Barrels.

(7) Die StudentInnen haben genügend Vorerfahrung und / oder absolvieren einen Eignungstest.

(8) Es existiert ein „Ausbildungs-Manual“.

(9) Vermittlung anatomischer Grundlagen.

(10) Das Programm schließt mit einem schriftlichen und praktischen Test ab.

Ein Ausbildungs-Curriculum (Stundenzahl/ Ausbildungsverlauf) wird vorgelegt.

Gemäß Statuten behält sich der Vorstand vor, einen Aufnahmeantrag abzulehnen.

Fortbildungspunkte

Als Fortbildungspunkte für die Verlängerung der Mitgliedschaft werden ausschließlich noch Veranstaltungen zum Thema  Pilates anerkannt:

(1) Die Teilnahme an internationalen Pilates Tagungen.

(2) Workshops / Seminare / „Masterclasses“ (mindestens 2 stündig) der Gründungsmitglieder, der Ausbildungsinstitute und deren AusbilderInnen.

(3) Teilnahme an der PMA ( Pilates  Method  Alliance).

(4) Pilates relevante Fortbildungen aus dem medizinischen Bereich (die von anerkannten Pilates Ausbildungsinstituten angeboten werden).

(5) Erste Hilfe Kurs! Erste Hilfe Kurse werden regelmäßig vom Pilates Verband Austria angeboten. Der Vorstand behält sich vor im Zweifelsfall ablehnend zu entscheiden.

Die Fortbildungsnachweise sollten unaufgefordert bis spätestens 18.12. d.J. eingereicht werden. Andernfalls erfolgt automatisch der Ausschluss aus dem Verband.

Download: Pilates Verband Austria Statuten (pdf)