#PVAstar16 - Fotowettbewerb

Beim #PVAstar16 Fotowettbewerb haben Mitglieder ihre Lieblings-Pilates-Pose eingeschickt. Unsere Assistentin Tina Kopecky hat die Gewinnerinnen in ihren Studios besucht und sie interviewt.

 #PVAst

 #PVAstar16 - Antoinette Manhart

pvastar16_manhart

Töchterchen Lilli verhalf Mama Antoinette Manhart mit der Hundred-Pose zum Sieg!

Antoinette Manhart, Studiotrainerin aus Wien - Gewinnerin

„Richtig wohl fühlte ich mich erst durch Pilates.“

 

 Wie kamst du zu Pilates?

pvastar16_manhart-antoinette

Glückliche Gewinnerin Antoinette Manhart

Das ist eine lange Geschichte: Ich habe früher klassisches Ballett getanzt und so kam ich in München im Jahre 1987 mit Pilates in Berührung. Dort hatten wir einen tollen Pilates Lehrer, welcher aus New York stammte. Leider hatte ich Pilates dann wieder aus den Augen verloren, da es in Europe nicht verbreitet war und es eigentlich nur, so wurde es hinausgetragen, unter dem Deckmantel „Pilates für verletzte Tänzer*innen“ angepriesen wurde. Durch Zufälle bin ich dann immer wieder auf Pilates gestoßen, bis ich mich dann 2007 dazu entschlossen habe, eine Ausbildung zu beginnen. Mir gefiel immer sehr gut, dass man die Methode auch an Personen bis ins hohe Alter unterrichten kann und diese allgemein vielseitig einsetzbar ist. Außerdem konnte ich durch die Praxis meine Rückenschmerzen stark lindern und später gänzlich verschwinden lassen. Pilates ist ein sehr effektives Training.

 

 Was gibt es über dein Studio zu erfahren?

Für mich war von Anfang an klar, dass ich mich als Trainerin selbständig machen möchte. Seit vier Jahren führe ich nun mein eigenes Pilates Studio und bin froh, dieses gleich neben meinem Eigenheim vorzufinden. Davor hatte ich noch in anderen Wiener Studios gearbeitet. Auf diese Weise ist das Arbeiten unglaublich angenehm, nicht nur aufgrund des kurzen Arbeitsweges, der ja nicht wirklich einer ist, sondern auch die Tatsache, dass ich die einzige Trainerin bin, gestaltet alles einfach und unkompliziert. „So vielfältig die Pilates Übungen, so die farbliche Vielfalt der Geräte in meinem Studio...“

Wie man am Einrichten meines Studios leicht erkennen kann, liebe ich die Vielfalt. Deshalb ist jedes der Geräte ein anderes, vor allem farblich heben sie sich von einander ab. Nicht nur das. Die Geräte sind auch von unterschiedlichen Herstellern, um Abwechslung ins Training hineinzubringen. Der Grätz Reformer bringt beispielsweise eine andere Wirkung als der Stott Reformer mit sich. Auch die Federstärken unterscheiden sich und ich arbeite prinzipiell sehr individuell – angepasst an die Bedürfnisse der jeweiligen Person, die ich gerade vor mir stehen habe.

 

Welches Ziel verfolgst du als Pilates Trainerin?

Meine Kund*innen sollen sich sofort beim Betreten des Studios und während des Trainings wohlfühlen. Mir ist auch wichtig, dass sie das Gefühl haben, ein wirksames Training zu bekommen, welches auf ihren Körper abgestimmt ist, dass sie sich gut betreut fühlen und glücklich wieder rausgehen. Bei meinen Trainings geht es auch immer recht lustig zu. Der Spaßfaktor darf nicht zu kurz kommen und es soll keinesfalls Leistungsdruck entstehen. Ich hatte einmal einen Kunden, der war damals bereits 65 Jahre alt, der mir nach wenigen Stunden mitteilte, wie erleichtert er darüber sei, seine Schnürsenkel wieder selbst binden zu können! Es gibt nichts Schöneres, als von meinen Kund*innen nach der Pilates Stunde zu hören, wie stark sie einen Unterschied zu vorher wahrnehmen. Das ist für mich, auch wenn es schon öfter vorkam, nach wie vor ein wunderbares Erfolgserlebnis.

 

Antoinette Manhart, staatl. geprüfte Gymnastiklehrerin, dipl. Yoga- und Entspannungstrainerin, Faszien Fitness Trainerin, Matwork bzw. Studio Trainerin, Studioinhaberin, www.pilates-studio.at

pvastar16_letonja

"Inspiriert aus New York - wo Joseph Pilates sich einen Namen gemacht hat. Der TEASER ist mein Favorit, weil es die schönste Übung ist! Es zeigt ein Gleichgewicht."

 

Yvonne Letonja, Studiotrainerin aus Leoben, Steiermark

„Pilates ist das, wonach ich immer gesucht habe.“

 

Gab es eine konkrete Situation, wo du gemerkt hast, Pilates hat zur Genesung beigetragen?

 Ja, eine aktuelle sogar. Vor 3 Wochen musste ich Antibiotika nehmen, weil ich eine Nierenbeckenentzündung bekommen hatte, wodurch ich im Rücken komplett verspannt war. Ich war richtig verzweifelt, weil ich schon lange nicht mehr so starke Schmerzen verspürt hatte. Es dürften sich die Faszien und Muskeln dermaßen zusammengezogen haben, sodass sich der Schmerz bis in die Hüftgegend zog. Sogar Massagen halfen da nicht mehr. So begann ich täglich gewisse Pilates Übungen zu praktizieren. Ich habe von Einheit zu Einheit wirklich gespürt, wie es von Mal zu Mal besser und besser wurde. Verblüffend: So simpel, so ein großer Effekt und das schon nach so kurzer Zeit! „Das Praktizieren von Pilates schenkt Lebensqualität“.

Wie kamst du zu Pilates?

Als ich 30 Jahre alt war, und das ist jetzt schon über 10 Jahre her, hatte ich starke Rückenprobleme. Ich war steif, unbeweglich, hatte Schmerzen beim Schlafengehen und auch beim Aufstehen. Mir war klar, dass ich etwas ändern müsste, weil ich sonst irreparable Schäden davontragen und im Rollstuhl landen würde. Damals habe ich 5 Stunden pro Woche „Aqua Fitness“ unterrichtet und Core Training während meiner Karenzzeit an der Volkshochschule angeboten. Dieses Training hat mir aber selbst einfach nicht geholfen. Daraufhin habe ich online viel recherchiert, Pilates Videos angesehen und ich war fasziniert von dieser Eleganz auf den Geräten und zugleich war ich davon überzeugt, dass diese Methode meinem Rücken bestimmt guttun würde. Nach wenigen Umwegen bin ich dann bei Sandra Käfer (Genzel) in Baden bei Wien gelandet und habe bei ihr die Ausbildung begonnen. Seitdem ist Pilates meine Leidenschaft.

Welches Gefühl verbindest du mit Pilates?

Während des Unterrichtens bin ich emotional bei den Kund*innen. Es ist so schön zu spüren, wenn ich jemandem helfen kann und ich merke, die Person geht hinaus, fühlt sich wohler und aufrechter. Es ist einfach unglaublich, was eine Stunde pro Woche bewirken kann! Ich nehme es als Anerkennung auf, wenn sie meine Anweisungen verstehen und richtig umsetzen können. Es stimmt mich auch sehr glücklich, wenn ich dann höre, dass es meinen Kund*innen auch bei Freizeitaktivitäten viel besser geht. Auch für mich selbst ist es durch die Atmung entspannend, man spürt den Körper und lernt ihn dadurch wirklich kennen. Durch das Aufrichten der Haltung erfährt man innere Stärke, man ist robuster und das hat mir persönlich sehr gut geholfen. „Der Blick ins Grüne von meinem Studio aus, ist einzigartig…“

Was gibt es über dein Studio zu erfahren?
Yvonne auf dem Barrel in ihrem Studio

Yvonne auf dem Barrel in ihrem Studio

Meinen Kund*innen wird ein sehr abwechslungsreiches Training geboten: Ich biete sowohl klassisches Mattentraining, als auch Gerätetraining an. Außerdem habe ich noch „eigene Stunden kreiert“, wie den sogenannten Gerätezirkel in Kombination mit TRX® und auch Outdoor-Trainingsprogramme, Pilates Bootcamp genannt, d.h. wir laufen beispielsweise zur Burg auf den Berg hier und dann wird zwischen Pilates Mattenübungen und Ausdauertraining gewechselt. Ansonsten biete ich noch Personal Trainings und Pilates Stunden in Betrieben oder über die Volkshochschule für Mütter mit Säuglingen an. Die ganze Angebotspalette kommst sehr gut an und das freut mich.

 

Yvonne Letonja, Dipl. Beckenbodentrainerin (bald auch: Ernährungsberaterin), Matwork und Studio Trainerin, Studioinhaberin, www.mypilatestrainer.at


 

pvastar_luger

"Die Pose war eine große Herausforderung durch meine Bewegungseinschränkung in der Hüfte und intensives, langes Training notwendig."

 

Beate Luger, Studiotrainerin aus Hohenems, Vorarlberg

„Mein Ziel ist es, Menschen zu helfen.“

 

Wie kamst du zu Pilates?

Kurzgefasst durch eine Bekannte, die mich insofern auf Pilates aufmerksam machte, sodass meine Neugierde geweckt wurde und ich dann im Internet zu recherchieren begann. Auf Youtube konnte ich dann einige interessante Videos finden. Die Grazie und Eleganz, in der dort Pilates Übungen ausgeführt wurden, faszinierte mich und da dachte ich, das möchte ich erlernen.

Was gibt es über dein Studio zu erfahren?
pvastar16_luger_studio

Beates innovatives Studio in Hohenems

Seit drei Jahren bin ich Teil eines Netzwerks, das sogenannte BNI, und das ist ein Unternehmerfrühstück, bei dem regelmäßige Treffen abgehalten werden. Jedes Mitglied vertritt einen anderen Beruf und ich bin dort als einzige Pilates Trainerin vertreten. Und so kam es, dass ich Tipps eines Bodenlegers, der mir nahe legte in meinem neuen Studio den Boden schleifen und ölen zu lassen, und auch eines Feng Shui Beraters, welcher mir bei der Gestaltung des Logos bzw. der Farbwahl für das Studio etc. half, zu meinen Gunsten ausschöpfen konnte. Mir persönlich hilft diese Verbindung sehr, u.a. auch bei der Akquirierung von Neukund*innen. Ich biete Einzeltrainings an, bis hin zum Gruppentraining mit max. 8 Personen. Als gelernte Faszien- und Fitnesstrainerin komme ich im Zuge des Pilates Trainings natürlich auch diesem wichtigen Bereich – „Fascial Fitness“ – nach. Mein Sohn (23 Jahre jung) ist in der Studioausbildung und unterstützt mich, das freut mich sehr. „Mir ist es wichtig, Pilates’ Botschaft weiter zu geben…“

Welches Gefühl verbindest du mit Pilates?

 Umso länger ich mich mit Joseph H. Pilates und seiner Geschichte auseinandersetze, desto mehr und mehr kann ich es fühlen und lieben, weil das Verständnis stetig weiterwächst. Seine Philosophie ist so essentiell, um das Training ordnungsgemäß umzusetzen und sich in die Übungen richtig hineinspüren zu können. Das möchte ich auch meinen Kund*innen vermitteln. Dadurch dass ich mich mit meinem Körper selbst sehr intensiv auseinandersetze, kann ich mich auch in die Probleme der Kund*innen gut einfühlen und ihnen in weiterer Folge individuell zu einer Linderung der Schmerzen verhelfen bis zur Schmerzfreiheit. Das ist ein sehr schönes Gefühl!

Meine Schüler*nnen müssen verstehen wie sie ihren Rumpf mit den eigenen Muskeln richtig stützen. Anders sitzen, anders stehen, anders aufstehen. Pilates für mich „Eine Entdeckungsreise durch den eigenen Körper“. „Jede kleinste Veränderung wahr nehmen und sich am eigenen Körper erfreuen“. Das ist ein wunderbares Gefühl das man nicht vermitteln kann sondern selber erleben muss. „Mein Ziel ist es, Menschen zu helfen…“

Warum, glaubst du, ist Pilates gerade in ländlichen Bereichen rar vertreten?

 Eventuell aufgrund der niedrigeren Einwohnerzahl, also anders an in einer größeren Stadt oder Groß- stadt, wo viele nahe beieinander wohnen. Da wo ich wohne (in einer Kleinstadt eher auf dem Lande) wird Pilates hauptsächlich über Vereine und Fitnessstudios angeboten. Das hat durch starke Gruppenkurse leider auch echte Qualitätsverluste gebracht. Pilates ist nicht gleich Pilates. Das war für mich ein Grund ein eigenes Studio zu eröffnen und Mitglied im Pilates Verband zu werden. Inzwischen stehen auch die Geräte die Joseph Pilates erfand in meinem Studio.

Beate Luger, BAFL Lehrwartin, Fascial Fitness Trainerin, Pilates Trainerin, Studioinhaberin, www.pilates-luger.at


 

pvastar16_plankensteiner

"Meine Lieblings-Pilates-Posé 'Jack Knife': Diese Pose mag ich zur Zeit besonders. Vor allem weil sie sich hervorragend als Bar eignet. Genau richtig zur Sommerzeit."

Angelika Plankensteiner, Matwork Trainerin aus Innsbruck, Tirol

„Pilates soll langfristig gesehen einen höheren Stellenwert in Österreich erlangen, durch Qualitätsstandards, vermehrte Veranstaltungs- und bessere Vernetzungsmöglichkeiten, das würde ich mir sehr wünschen.“

 

Wie kamst du zu Pilates?

Pilates war eigentlich fast das letzte, das ich im Zuge meiner Ausbildung, die sich hauptsächlich auf das Thema „Rücken“ bezog, absolviert habe. Ich habe es ausprobiert und es hat mir sofort so gut gefallen, weshalb ich mich dann für einen Pilates Kurs angemeldet habe. Anschließend habe ich mit der Pilates Ausbildung begonnen und diese erfolgreich abgeschlossen. Pilates sehe ich als erstes und letztes Glied in einer Kette, wo es um Gesundheit und Wohlfühlen geht. Was ich damit meine ist, dass Pilates Training primär präventiv (erstes Glied) angewendet werden sollte. Ist die Behandlungen durch Ärzt*innen und Physiotherapeut*innen notwendig, können die praktischen Pilates Übungen unterstützen (letztes Glied) eingesetzt werden. Wenn dieser Kreislauf, wie ich es nenne, funktionieren würde, dann hätten viele Menschen wesentlich weniger gesundheitliche Probleme. Dieses Gesundheitskonzept ist die Basis meiner Arbeit.

Hattest du dein Studio schon, bevor du die Pilates Ausbildung begonnen hast?

 Nein, das habe ich eigentlich erst später eröffnet. Seit 4,5 Jahren gibt es unser Studio das tuit4ju und Pilates ist ein großer Schwerpunkt, den wir anbieten.

Wieso hast du dich für dieses Farbkonzept in deinem Studio entschieden?
pvastar16_plankensteiner-studio

Studio tuit4ju

Für mich war generell die Eröffnung dieser Räumlichkeiten ein Höhepunkt in meiner beruflichen Laufbahn und dass es so gut läuft, freut mich natürlich. Ich finde, es ist hier alles so stimmig. Die Farben, die Atmosphäre und das Ambiente. Ich fühle mich beim Betreten des Studios immer wie zu Hause. Es melden mir auch Kund*innen, die den Raum betreten, zurück, dass es sich um kein Studio im herkömmlichen Sinne handelt. Türkis gilt als die Farbe des klaren, schöpferischen Ausdrucks, der Gestaltungskraft, der Kommunikation und wirkt beruhigend und harmonisierend. Also perfekt für unsere Räumlichkeiten.

Unterrichtet hier auch deine Tochter, Tanja?

Meine Tochter ist ebenfalls Pilates Trainerin, unterrichtet hier und ist u.a. auch ausgebildete bodyART™ Instruktorin. So kam es, dass wir nun zusammen arbeiten. Dann ist noch eine dritte Trainerin mit im Bunde, die hier eingemietet ist und ihre Einheiten dem Beckenboden widmet. Frauenpower sozusagen. „Pilates soll langfristig gesehen einen höheren Stellenwert in Österreich erlangen, durch Qualitätsstandards, vermehrte Veranstaltungsund bessere Vernetzungsmöglichkeiten, das würde ich mir sehr wünschen.“

Wie fühlst du dich, wenn du selbst Pilates praktizierst oder unterrichtest?

 Was mir so gefällt, ist die Entwicklung der Kund*innen zu sehen. Es ist immer wieder spannend, wenn Pilates Neulinge zu mir kommen. Man sieht sie heineinwachsen, sieht wie sie sich immer weiter verbessern und dann merkt man, dass die ganze Stunde zu einem „Fluss“ wird. Das finde ich sehr interessant und schön!

Angelika Plankensteiner, Matwork Trainerin, Studioinhaberin, www.tuit4ju.at

 


pvastar16_mueller

"Das soll auch das Foto symbolisieren: MITEINANDER! Körperarbeit erfordert soviel Achtsamkeit, Respekt und Verständnis und das sollte sich nicht nur auf die Arbeit beziehen."

Anna Maria Müller, Studiotrainerin aus Innsbruck, Tirol

„Students it’s Pilati:z not Peilats“

 

Wie kamst du zu Pilates?

Erster Tag meiner Musical Theater Ausbildung in London und ich werfe einen Blick auf meinen Stundenplan. Da stand Ballett, Jazz, Gesang, Stimmbildung, Schauspiel, Chor und immer wieder dazwischen stand „Pilates“. Ich und auch alle meiner Mitstudierenden hatten keine Ahnung, was das sein sollte. War das eine Tanzmethode? Stimmbildungskonzept? Oder überhaupt eine Schauspieltechnik? Im besten Fall eine andere Bezeichnung für „Pause“. Das erste was uns die Pilates Trainerin Gabriela dann erklärte, war: „Students it’s Pilati:z not Peilats“, und ja das war 1999 – also wirklich schon eine Weile her J Ich habe die Pilates Methode also als Kräftigung für meine Tanzkarriere mitbekommen – sehr nötig auf Grund meiner Überbeweglichkeit. „Use your center“ hat somit endlich auch einen konkreten Inhalt bekommen. Die Pilates Methode hat mich seither begleitet, sowie mein Reformer, den ich mir bald darauf zugelegt habe.

Was heißt es für dich Pilates zu unterrichten?

 Selber Pilates zu machen ist für mich Überlebensstrategie für meinen fordernden körperlichen Alltag. Pilates zu unterrichten ist etwas ganz anderes. Einen Menschen in seiner Gesamtheit wahr zu nehmen, zu verstehen, wo man ihn abholen muss und was er braucht, und dann die richtigen Übungen zu finden, um ihm das auch zu vermitteln, ist eine herausfordernde Aufgabe. Da gibt es für mich kein 0815 Konzept, obwohl die Übungen sehr wohl einem Muster folgen. Einzelstunden sind da die beste Form und das, was mich am meisten reizt.

Was heißt es für dich ein Studio zu leiten?

Ein Studio zu leiten…. wieder ganz eine andere Geschichte! So birgt mein Beruf so viele verschiedene Facetten. Ich bin Körpermensch und Teamgeist, ich bin manchmal Coach und Zuhörer, oft Trainerin und Vorbild, dann wieder Unternehmerin und Putzfrau gleichzeitig. Ich bräuchte eigentlich noch ein Wirtschaftsstudium und Psychologie wäre auch oft hilfreich. Ob das manchmal zu viel wird – JA! Und trotzdem ist mein Arbeitsalltag wunderbar. Aber besonders deshalb, weil ich nicht alleine damit bin. Ich habe hier in Tirol ein wunderbares Netzwerk an Menschen und Freunden gefunden, die „Pilates“ mit mir teilen und erleben. Jeder hat seine besonderen Qualitäten, persönliche und auch im Umgang mit der Pilates Methode und das gilt es zu sehen und zu respektieren. Wenn man in unserem Beruf den Menschen nicht in den Vordergrund stellt, hat man sich falsch entschieden. Im Training, im Unterricht und in der Organisation. Und so ein MITEINANDER wünsche ich mir auch weiterhin – jeder mit seinen Qualitäten, seinem Wissen und seinen Erfahrungen. Das ist eine Grundeinstellung die alles viel einfacher macht. „Das soll auch das Foto symbolisieren: MITEINANDER! Körperarbeit erfordert soviel Achtsamkeit, Respekt und Verständnis und das sollte sich nicht nur auf die Arbeit beziehen.“

Anna Maria Müller, Studio Leitung, Pilates Studio Innsbruck, www.pilates-studio-innsbruck.at